Die Idee, im Kabuler Stadtteil Dewanbegi, etwa zehn Kilometer vom Stadtzentrum entfernt, einen medizinischen Stützpunkt
aufzubauen, ist entstanden, weil sich dort viele Flüchtlinge aus benachbarten Provinzen angesiedelt haben.
„Für diese Menschen gibt es keinerlei Gesundheitseinrichtungen in erreichbarer Nähe“, so Wardak im Gespräch mit dem Bundesvorsitzenden des Deutschen Hausärzteverbandes, Ulrich Weigeldt.
„Wir wollen aber dauerhaft afghanische Ärzte dort vor Ort haben.
Das Projekt soll zügig dahin entwickelt werden, dass die Praxis auf eigenen Füßen stehen kann“, so Afghanic-Vorstandsmitglied Dr. Jürgen Kanne. „So einen interdisziplinären ‚Medical Aid Point‘ gibt es bisher nicht in Afghanistan. Vielleicht gelingt es uns, ein Referenzprojekt für weitere Gesundheitszentren im Land aufzubauen, wenn wir in Dewanbegi erfolgreich sind.“
Nach dem ersten Gespräch freut sich Ulrich Weigeldt, dieses Projekt mit auf den Weg bringen zu können: „Der Zugang zu medizinischer Grundversorgung gehört ebenso wie Bildung zu den Grundlagen, auf denen sich eine Zivilgesellschaft formieren kann.
Wir haben die Gelegenheit, mitzuhelfen, in Afghanistan einen Anfang zu machen, mit einem konkreten, sinnvollen Projekt.“ Wardak will bereits in den nächsten Wochen für die Finanzierung Zuschüsse bei den verantwortlichen Ministerien und Entwicklungshilfeorganisationen beantragen. Stefan Lummer
Der komplete Artikel können Sie hier als pdf einsehen:
Hilfe für Afghanistan: Aufbau einer Praxis in Kabul, Artikel in der Zeitschrift "Der Hausarzt" (pdf, 2 S.)
















