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Lessing spendet für Afghanistan

Schon lange ist der Krieg in Afghanistan aus den Schlagzeilen verschwunden; Leid, Elend und Not der Bevölkerung in diesem zerstörten Land aber nehmen weiter zu und erreichen ein unbeschreibbares Maß; das Leben in den Provinzen ist zu einem existentiellen Kampf geworden, die Massenflucht in die Hauptstadt Kabul beschleunigt den Verelendungsprozess.
Bild01: Dr. Jürgen Kanne (Lessing-Abiturientia 1962) nimmt die Spende für das Kriegswaisen-Internat Orphan-Schule von Julia (6A) entgegen.Hilfsorganisationen stellen ihre Arbeit ein, weil sie es nicht mehr verantworten können, in einer Atmosphäre von Korruption, Vetternwirtschaft und Profitgier Spendengelder in unsicher gewordene Projekte einzubringen.

Gerade in dieser Situation übergeben wir, das Lessing-Gymnasium und Lessing-Berufskolleg Düsseldorf, unser Spendenresultat von 8.000 Euro aus der Sammlung „Lessing spendet für Afghanistan“ an zwei Organisationen, die direkte Hilfe zur Selbsthilfe in der afghanischen Provinz Wardak leisten.
In einer kleinen Zeremonie gestalteten Schülerinnen und Schüler der 6A die symbolische Spendenübergabe im Amtszimmer des Schulleiters.
4.000 Euro gehen an den Verein „Bildung für Afghanistan e.V.“ (www.bildung-fuer-afghanistan.de) für den Aufbau einer neu gegründete Schule für Mädchen, die in der Vergangenheit überhaupt keinen Unterricht erhielten und nun mit großer Begeisterung und starkem Engagement lernen wollen: die „Malalai-Schule“. Der Kontakt zu ihr wurde hergestellt von Dr. Jürgen Kanne, selbst ehemaliger Lessing-Schüler (Abiturientia 1962), der als ehrenamtlicher Mitarbeiter des Vereins eine gewissenhafte Verwendung unserer Spendengelder garantiert. Im Rahmen einer privaten Reise besuchte er die weit fortgeschrittene Baustelle und veröffenlichte anschließend seinen Reisebericht unter der o.g. Internetadresse (lesenswert!). Herr Jamal Rahman, der 1. Vorsitzende des Vereins, nahm mit herzlichen Worten des Dankes den demonstrativen Scheck entgegen.
Die anderen 4.000 Euro nahm Herr Dr. Kanne für das „Komitee zur Förderung humanitärer und medizinischer Hilfe für Afghanistan e.V.“ (www.chak-hospital.info/de/) entgegen. Dieses Geld wird gezielt eingesetzt für die „Orphan-Schule“, ein Internat für Kriegswaisen, das einem Hospital angegliedert ist.
Auf diese Weise kommt unsere Afghanistan-Aktion zu einem Ende; sie begann in der Vorweihnachtszeit 2001 und speiste sich aus vielfältigen Aktionen und Sammlungen, bereicherte unser Schulleben und unterstützt nun den dringend nötigen Aufbau von Bildungseinrichtungen in der afghanischen Provinz.
Die Spenderinnen und Spender sind nicht mehr einzeln zu benennen; ihnen allen sei an dieser Stelle für ihren Beitrag von Herzen gedankt.
Detlef Lambert

 

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