Afghanic e.V.

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Referent Walid Alekozei

Die Stadt Kandahar hat eine lange und große Geschichte hinter sich und gewiß noch eine ebenso große Zukunft vor sich, wenn die ernstzunehmenden Probleme der Region behoben werden können.

Ich möchte Ihnen zunächst einige wichtige Eckdaten zu Kandahar nennen, die die herausragende Rolle Kandahars in Afghanistan unterstreichen, bevor ich

im Folgenden auf einige positive Entwicklungen eingehen werde. Anhand von Daten und Berichten aus regionalen Medien und Aussagen von Bewohnern der Stadt, bemühe ich mich, ein anderes Bild von dieser sehr geschichtsträchtigen Stadt Kandahar zu zeigen, die in den Medien hierzulande nur im Zusammenhang mit dem Kampf gegen die radikal-islamische Taliban bekannt ist.

Im Jahre 1747 hat Ahmad Shah Durrani, ein Pashtune aus dem Abdali Stamm Kandahar zur Hauptstadt des neugegründeten Durrani-Imperiums, Afghanistans gemacht. ((Kabul im Jahre 1776 zur Hauptstadt durch seinen Sohn Timur Shah)).  Kandahar war und ist eine florierende Handelsmetropole, weil sich die wichtigen Handelsströme von Nord nach Süd und von Ost nach West hier kreuzen und die Provinz sehr fruchtbaren Boden hat.

Kandahar ist mit ca. 460.000 Einwohnern (Stand 2006) die zweitgrößte Stadt Afghanistans, deren Population sich hauptsächlich aus Pashtunen zusammensetzt. Neben dem Flughafen, der seit 2001 von den NATO Truppen genutzt wird und seit Ende 2006 auch für den Zivilen Luftverkehr geöffnet wurde, hat Kandahar auch gut ausgebaute Fernstraßen unter anderem nach Herat im Westen, Kabul und Ghazni im Nordosten und nach Quetta, Pakistan, im Süden.

Schon immer war die Stadt im Südwesten Afghanistans als strategisches Ziel begehrt und umkämpft. Einige Historiker behaupten, dass schon Alexander der große Kandahar bei seinem Feldzug belagert und letztendlich erobert hat, andere behaupten sie wurde von ihm begründet.  Die islamischen Kämpfer aus Arabien kamen im 7 Jhd., schafften es aber nicht, die Region vollständig zu erobern und zu islamisieren. Erst Ende des 8. Jhds,. wurde die Region vollständig islamisiert. Neben dem islamischen Glauben ist das Pashtunwali, ein Rechts- und Ehrencodex aus vorislamischer Zeit, der die gesellschaftliche und soziale Ordnung der Pashtunen bestimmt.

Im 13. Jahrhundert fiel Djingis Khan mit seiner Armee in Kandahar ein. Im 18. Jahrhundert erhob sich in Kandahar Mirwais Hotaki gegen die Safawiden. Das Mausoleum von Mirwais befindet sich noch immer in der Stadt. Sein Sohn Schah Hussein regierte vom Narendsch-Palast aus ein kleines Reich, bis er Isfahan eroberte und sich zum Schah von Persien ausrief. Ebenfalls in Kandahar begründete sich die Durani-Dynastie. Der damalige König Ahmad Shah Durani liegt in Kandahar begraben. Er baute die heutige Stadt Kandahar, sprich die Neustadt und wird von den Afghanen als Staatsgründer Afghanistans betrachtet. Die Engländer waren Ende des 19. Jahrhunderts, ab 1870 hier, die Sowjet-Armee in den 1980igern, im Jahre 1994 wurde die Stadt dann von den Taliban erobert und zu ihrer Hauptstadt deklariert, bis sie Ende 2001 von den NATO-Truppen entmachtet wurden. Derzeit haben die Kanadischen Truppen ihre Kommandozentrale in Kandahar.

Wie sieht es heutzutage in Kandahar aus? Was ist geschehen seit der Entmachtung der Taliban, die nach wie vor in dieser Region sehr stark ist und immer wieder die NATO-Truppen in Kämpfe verwickelt?

Die Stadt wurde nach dem Sturz der Taliban schrittweise wieder aufgebaut und moderne Häuserblocks prägen zunehmend das Stadtbild. Elektrizität und Wasser sind mittlerweile fast in allen Teilen der Stadt wieder zu beziehen und auch die Infrastruktur ist nahezu flächendeckend erneuert worden.

Mietpreise für eine 3-Zimmer Wohnung  bewegen sich derzeit um 10.000 Afghani (ca. 200 €) in Kandahar, wobei dazu gesagt werden muß, daß die meisten Familien nicht zur Miete leben, sondern eigene Häuser besitzen.

Ärzte in staatlichen Krankenhäusern verdienen zwischen 3000-4000 Afghani, vergleichsweise, ein Dolmetscher oder Fahrer für die lokalen NGOs verdienen bis zu 600 $. Dafür in Frage kommen fast ausschließlich nur die gebildete Schicht, die neben der Landessprache auch Englisch sprechen können. Es ist unter diesen Umständen sicherlich verständlich, das z.B. ausgebildete Ärzte nicht im Krankenhaus, sondern lieber als Dolmetscher oder Fahrer arbeiten, um ihre Familien zu ernähren. In ländlichen Regionen der Provinz Kandahar ist der Ärztemangel und das Fehlen von medizinischen Einrichtungen und Versorgung ein ernstzunehmendes Problem. 

Die hiesigen Lehrer, die selber höchstens die 5. oder 6. Klasse abgeschlossen haben, verdienen ca. 2.500-3000 Afghani,  Dozenten ca. 4000 und Beamte zwischen 2500-3500 Afghani.

Die GTZ z.B. bietet einige Weiterbildungskurse für Lehrer an, um das Lehrangebot insgesamt und die Ausbildung der Schüler/innen zu verbessern.

Offizielle Zahlen zu Schülern in der Stadt und der Provinz Kandahar gibt es leider nicht, doch von Menschen die in der Stadt leben, wurde mir berichtet, daß es aber ca. 20.000 Schülerinnen in Kandahar Stadt geben soll. Die Zahl scheint mir ein wenig hoch gegriffen, aber es gibt keine offiziellen Angaben, die diese Zahl bestätigen oder widerlegen könnte. In der Provinz angeblich gar keine. Die Unterschiede Stadt-Land Bevölkerung spiegeln sich nicht nur im Bildungswesen, sondern auch in anderen sozialen Bereichen wieder. Lebensqualität und Verdienstmöglichkeiten klaffen weit auseinander. Eine Tatsache, die auch für andere Städte nicht von der Hand zu weisen sind.

Das Internet Portal Larawbar.com, eine Seite aus Kandahar, berichtete am 10 März, daß die Medizinische Fakultät 55 Studenten die Abschlußzeugnisse überreicht hat. Der Dekan der Universität Kandahars, Dr. Hazrat Mir Totakhel sagte: „Die Uni Kandahar besteht seit 17 Jahren und die Medizinische Fakultät hat in dieser Zeit 352 Ärzte ausgebildet. Derzeit gibt es folgende Fakultäten: Landwirtschaft, Ingenieurwesen, Medizin und Pädagogik. Die Universität hat derzeit 1081 Studenten."

Dr. Hazrat Mir Totakhel erwähnte auch die Schwierigkeiten der Universität, die keine optimalen Voraussetzungen für ein gutes Studium hat und rief die reichen Händler der Region dazu auf, dieses wichtige Ausbildungszentrum zu unterstützen. Er fügte hinzu, daß derzeit vier Dozenten in Indien fortgebildet werden und in Zukunft vier Dozenten nach Deutschland und drei weitere nach Thailand geschickt werden zu Fortbildung. Im Rahmen der Ausbildung werde es auch Nachts Unterricht in der Universität Kandahar geben. Besonders in der Landwirtschaft und Pädagogik. In diesen Fakultäten werden auch Beamte ausgebildet, die wegen der Kampfhandlungen in den letzten Jahren keine höhere Bildung genießen können. 

Der Vertreter des Transportministeriums in Kandahar, Dr. Shaamshaad, versprach der Universität 50.000 Afghani (1000 €) Hilfe zu.

Der stellvertretende Gouverneur forderte die neuen Ärzte auf, in die Regionen zu gehen, wo es keine Ärzte gibt und tagtäglich Menschen sterben.

Ein Autobetrieb/Kfz-Betrieb verdient bis zu 20.000 Afghani im Monat. Im Durchschnitt braucht eine Familie ca. 30.000 Afghani im Monat um Miete, Strom, Schule, Auto etc. zu bezahlen.

Die Inflation ist enorm und die Preise für Nahrungsmittel steigen fast täglich. Ein Kilo Fleisch z.B. kostet derzeit zwischen 600-700 Afghani. (Ca. 10€)

Aus diesem Grund sind viele Familien auf mehrere Verdiener angewiesen, um den Lebensunterhalt zu meistern.

Die Landwirtschaft war schon in der Vergangenheit der wichtigste Wirtschaftsbereich in Kandahar. Neben Wolle, Baumwolle und Tabak sind vor allem Früchte und Trockenobst der Region Exportschlager. Die irreparablen Schäden und Zerstörung der sehr guten, antiken Bewässerungssysteme und der unzähligen Minen während der sowjetischen Invasion haben die Wirtschaft fast zum Erliegen gebracht. Doch so langsam geht es Aufwärts mit der ehemaligen blühenden Wirtschafts- und Handelsmetropole Kandahar.

Nach Angaben des Handelsministeriums in Kandahar wurden letztes Jahr ca. 34.900 Tonnen frisches und getrocknetes Obst im Wert von 50 Mio. $ exportiert. Der Chef der Handelskammer, Abdul Razaq Rafiqi, sagte am 25. März dieses Jahres, daß Obst in die USA, nach Europa und Asien exportiert wurde. Vor allem nach Indien, Pakistan, Japan, Saudi-Arabien, Indonesien, und Brasilien um nur einige zu nennen. Wichtigste Produkte: Granatäpfel und Grapefruit.

Er fügte hinzu, daß auch 4.000 Tonnen Arzneipflanzen exportiert wurden.

„Benawa" berichtete, (Agentur aus Kandahar) daß am 21. März ein großes, modernes Einkaufzentrum in Kandahar, in der Region Tschauk Madadt eingeweiht wurde. Das siebenstöckige Gebäude hat 302 Verkaufsläden, die alle mit Telefon und Internet ausgestattet sind.

Die Gesamtkosten von 120 Mio Afghani (ca. 2 Mio $) wurde von Händlern der Region aus eigener Kasse getragen. An der Einweihungsfeier nahmen Teil:  Der Gouverneur, Asadullah Khalid, hohe Geistige, Reporter und Händler sowie Ahmad-Wali Karzai, der Bruder des Präsidenten Hamid Karzai.

Der Stammeschef Zaher Agha forderte die Regierung auf, die Sicherheit zu gewährleisten. Auch der Vorsitzende des Gelehrten Rates (Geistige) Maulani Obaidullah Kandahari forderte die Regierung auf, die Verfassung Afghanistans umzusetzen und Anarchie und Chaos zu bekämpfen. Der Bruder des Präsidenten forderte die einheimischen Händler dazu auf, mehr in Afghanistans zu investieren. Der Gouverneur Asadullah Khalid hingegen betrachtet die Eröffnung eines solch großen Einkaufszentrums als Zeichen für die Sicherheit in der Region.

Am selben Tag tötet eine Explosion 2 Polizisten und verletzte sieben weiter Menschen bei einer Neujahrsfeier. (Der Sprengsatz war auf einem Fahrrad befestigt). Die Einwohner Kandahars betrachten solche Anschläge der Taliban als echten Terrorismus, weil sie neben Polizisten auch Zivilisten treffen.

Nach Balch war Kandahar die 1. Provinz Afghanistans in der dieses Jahr Großveranstaltungen zum Neujahrsfest (Nauroz) abgehalten wurden. Nauroz wird in Kandahar wie das Eid-Fest sehr groß abgehalten. Dazu wird, nachdem die Neujahrsflagge (Djanda) in Mazar-e Sharif gehißt wurde auch in Kandahar eine Djinda im Distrikt Shah-Agha gehißt. Anläßlich der Neujahrsfeiern  werden Ausflüge, Picknicks und Feste auch außerhalb der Stadt gefeiert. Besonders bekannt sind die Feste (Mela) von Sher Surkh, der Ort an dem Ahmad Shah Durani seinerzeit gekrönt wurde, die genau 40 Tagen andauern.

Das Finale der 3. Staffel von „Afghan Star", die afghanische Fassung von dem Talentwettbewerb „Deutschland sucht den Superstar" oder „American Idol" fand ebenfalls am Neujahrsabend statt. Dabei gab es eine Sensation. Lema Sahar, eine junge Frau aus Kandahar, eine der derzeit konservativsten Region Afghanistans, gewinnt den 3. Platz. Insgesamt hatten sich bei der diesjährigen Show 2000 Bewerber, darunter 12 Frauen beworben. Ein Erfolg für sich, die die langsame Veränderung des Landes widerspiegelt. Lema Sahar hat eine breite Unterstützung aus dem Volk erhalten und sich mutig und selbstbewußt diesen Erfolg verdient und bekam außer dieser Auszeichnung eine weitere von einer Produktionsfirma. Sie ist eine der wenigen pashtunisch-stämmigen Sängerinnen.

An der Telefonabstimmung nahmen laut dem Privaten Sender Tolo TV mehrere Hunderttausend Anrufer teil.

Auch der Frauenverein Kandahars tagte am 23.03.2008. Es nahmen mehr als 300 Frauen teil und feierten Neujahr und den Geburtstag des Propheten Mohammad. Die Vorsitzende des Vereins, Rana Tarin, begrüßte es, daß trotz der schwierigen Bedingungen solch eine Veranstaltung zustande gekommen ist. Es nahmen auch Schülerinnen des Gymnasiums „Zarghuna Ana" teil und sangen Friedenslieder.

Auch im Bereich Medien tut sich einiges in Kandahar. And dieser Stelle möchte ich nur ein paar repräsentative Vorstellen. Wie z.B. die Schülerzeitung Showanzay. Der Schülerverein der Stadt hat eine eigene Zeitschrift publiziert mit dem Namen „Showanzay", was soviel bedeutet wie Schule. Die 2. Ausgabe vom 21. März beinhaltet 47 Artikel, darunter Berichte, Gedichte und Kolumnen. Gedruckt wird die Zeitschrift in der Druckerei „Arakozia" (ein alter Name für Kandahar)  Der Schüler Verein wurde letztes Jahr gegründet und hat 190 Mitglieder und beruft alle 15 Tage eine Versammlung ein und alle zwei Monate gibt es ein Wissenswettbewerb.

Ein interessantes Projekt, das hoffentlich eine größere Aufmerksamkeit bekommt.

Kontakt: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. , Tel: 0797628303 oder 0700319440

Vor ein paar Tagen wurde ebenfalls die Internetseite des Radio und Fernsehsenders „Kandahar TV" eröffnet. Das lokale Kulturministerium Kandahars, vertreten durch Herrn Abdul Majid Babay hielt eine Ansprache und verlas die Botschaft es Kulturministers aus Kabul. Er rief die Jugend dazu auf, die neuen Technologien zu lernen, um die Kultur des Landes der restlichen Welt vorzustellen.

www. Kandahartv.com

Ein örtlicher Händler hat diese Woche 100 Musikern aus der Provinz Kandahar mit Lebensmittelspenden in Höhe von 250.000 Afghani (5000$) geholfen. Die Spenden wurden vom Kultusministerium verteilt. Der Vorsitzende der Künstlervereinigung, Allahudin Raufiq, bedankte sich im Namen aller und forderte die Regierung und die anderen Händler dazu auf, ihnen zu helfen. Er kritisierte, daß die örtlichen Musiker von Kandahar sich nicht weiterentwickelt haben bzw. konnten, im Vergleich zu anderen Regionen Afghanistans, die wesentlich mehr Unterstützung bekommen. Unter der Taliban Herrschaft, war Musik verboten und konnte nur im Geheimen und unter großem Risiko ausgeübt werden.

Bereits Anfang des Monats wurde der aus Kandahar stammende Gouverneur Nanagahars, Gol- Agha Sherzai, zur Persönlichkeit des Jahres gewählt. Gol-Agha Sherzai wurde von den Zuhörern von Azadi-Radio (Radio Liberty), Sitz in Prag, per Telefon- und Briefabstimmung gewählt. An dieser Abstimmung beteiligten sich laut Bericht des Senders mehrere 10.000 Hörer. Nach Sherzai bekamen die meisten Stimmen, die Parlamentsabgeordnete Shukria Barakzai, der Bildungsminister Afghanistans, Hanif Atmar, der frühere Planungsminister und jetztige Abgeordnete Ramazan Basher Dost und der Ingenieur Bayat, dem Besitzer des Senders Ariana TV und der Telekommunikationsfirma Afghan Wireless (Besim).

Der Gewinner dieser Wahl, Gol-Agha Sherzai, der auch zwei mal Gouverneur Kandahars gewesen ist, hatte sich beliebt gemacht durch seine zahlreichen Bauprojekte in Kandahar. Stadtbewohner Kandahars beglückwünschten den ehemaligen Gouverneur, der jetzt ebenfalls in Nangahar Bauprojekte vorantreibt.

Besonderes Augenmerk möchte ich noch auf eine Stiftung aus Amerika werfen, die ebenfalls Schulprojekte und Schulförderungsmaßnahmen seit nunmehr 10 Jahren in Kandahar betreibt. Es geht um die Afghan Education Foundation (AEF), die am 12. April ihr 10 jähriges Jubiläum feiern wird. Ich will nur auf einige Projekte dieser Stiftung eingehen und einige Zahlen nennen, die im Rahmen dieser Veranstaltung interessant für Sie sein könnten. Im Jahre 1999 renovierte die AEF die „Zahir Shahi" Oberschule und statteten die Schule mit neuem Equipment aus und wiedereröffneten das Biologie, Physik und Chemie Labor. Die Lehrer, die eien Lohn von der Schule erhalten, bekommen darüber hinaus von der Stiftung ein zusätzliches Gehalt für zusätzlichen Unterricht und Zeit, die sie für die Schüler/innen bereitstellten. Das erlaubte es den Lehrern sich intensiver um die Ausbildung der Schüler zu kümmern, und außerdem die harte und unterbezahlte Arbeit der Lehrer zu honorieren.

Im Frühling 2003 sponserte die AEF ein Computer-Programmierung Klasse, wo die Schüler Basiswissen wie, C,C++ und Microsoft Access, wichtig für Datenbanken, Berichten etc. Bisher haben 60 Schüler einen Abschluß und haben ein Zertifikat als Computer-Programmierer. Den ersten Computer Kurs bot die AEF im Jahr 1999 in der „Albironi" Oberschule. Sie haben bisher mehrere Computer-Labore in Kandahar-City etabliert, die den Schülern und Studenten den Zugang und Umgang mit modernen Medien ermöglichen und somit den Absolventen eine Vielzahl von Optionen eröffnet, sich am Wiederaufbau Afghanistans zu beteiligen. Derzeit besuchen 355 Schüler in acht Oberschulen einen Computerkurs und die Universität Kandahar bietet ebenfalls ein Computerkurs an, der sich mit allen international gängigen Computerfertigkeiten und Anwendungen beschäftigt und Wissen vermittelt.

AEF investiert auch viel in die Weiterbildung der Lehrer und Beschaffung von Lehrmaterial in Pashto, sowie den Druck von Lehrmaterial, der kostenlos an die Schulen und Universitäten ausgehändigt wird. Der Ausbau von Bibliotheken für Schulen und im besonderen der Universität Kandahars wird auch vorangetrieben.

1. Zahir Shahi High School Library, established April 2003

2. Mirwais Nika High School Library, established June 2004

3. Khalid Bin Walid High School, established September 2005

4. Ahmed Shah Baba High School Library, established March 2005

5. Mashriqi High School Library, established March 2005

Weiterbildung für Lehrer 

1.  June 2001, three months, short training, 60 teachers trained.

2. August 2002, 15 days, Methodic Seminar, 95 teachers trained.

3. February 2003, Methodic Seminar for AEF teachers.

4. February 2004, Methodic Seminar for AEF teachers.

5. May 2004, Methodic Seminar for AEF's computer teachers and assistants.

6. June 2005, (with the help of Faiz-i-Aam NGO) two months training in four groups, trained 900+       teachers.

7. June2006, (with the help of Faiz-i-Aam NGO) two months training, 250 teachers trained.

Englischkurse

Due to the vital need of the English language for computer training classes and the tremendous interest of students, AEF has implemented several English language courses ranging from Beginners to Advanced level. Learning English will not only better prepare graduates for possible work with the various international organizations and/or corporations having interests in Afghanistan, but it will also enable the students to further their educational pursuits in other countries.

AEF's sponsored English language courses are divided into Beginner 1, Beginner 2, levels 1, 2, 3, 4, 5, and 6. As of 2007, there are 2063 students in 14 schools enrolled in the AEF-sponsored English language courses.

English Language Courses

Location

Established

Total number of teachers

Total number of students

Total number of classes

Duration of each level (months)

Zahir Shahi  High School (previously Albironi)

2000

10

(4 volunteers, 6 paid)

339

11

3

Mashraqi High School

2002

9

(4 volunteers, 5 paid)

164

6

3

Ahmad Shah Baba High School

2002

10

(5 volunteers, 5 paid)

275

10

3

Mirwais Nika High School

2002

13

(5 volunteers, 8 paid)

401

16

3

Zarghona Ana Girl's High School

2003

6

(all paid)

97

6

3

Mahmood Tarzi High School

2004

11

350

12

3

Sayeed Jamaludin Afghan High School

2004

?

129

7

3

Aino Ana Girls High School

2005

2

38

2

3

Baba Wali High School

2005

3

44

3

3

Fazel Kandahari Middle School

2005

3

66

4

3

Mirwais Mena High School

2006

2

29

2

3

Shaheed Abdul Latif Middle School

2006

6

101

6

3

Timorshahi High School

2006

3

30

3

3

Khalid Bin Walid High School (Wardak)

2001

 

60

2

 


 

Den gesamten Bericht zum 10 Jährigen Jubiläum der Arbeit von ATF lege ich Herrn Manfred Schmidt ausgedruckt zur Verfügung, falls Interesse an weiteren Informationen besteht.

Auch wenn die derzeitige Lage von den kriegerischen Auseinandersetzungen der NATO Truppen und den Taliban-Kämpfern dominiert wird, und es nicht so aussieht, daß ein Frieden in absehbarer Zeit in greifbarer Nähe rückt, sind es im Besonderen die friedensstiftenden und brückenbauenden Hilfen der zumeist privaten Initiativen, die den Menschen in Kandahar Hoffnung spenden. Menschlichkeit, Verständnis und direkte Hilfe für die Bedürftigen, anstatt medienwirksamen Auftritten und von politischen oder strategisch-machtpolitischen Gedankenspielen korrumpierte Aktionen, sind mehr als ein Tropfen auf dem heißen Stein.

Vielen Dank für Ihre Zeit und Aufmerksamkeit
Ahmad-Walid Alekozei, Bonn, März 2008

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